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Als sie die Taverne betraten, stießen sie direkt auf eine Menschentraube, die ihnen mit dem Rücken zugewandt war. Nur mit Mühe konnten sie sich zwischen den Leuten, breiten vollbärtigen Zwergen, großgewachsenen Nachtelfen oder einfach nur schweißgebadeten stinkenden Menschen vordrängen, um in die erste Reihe zu gelangen. Möglich war dies ohnehin nur durch die vergleichsweise zierliche Statur der beiden. Bria lauschte. Hier und da waren Geflüster zu hören, sie verstand sie nicht. Doch insgesamt kam es ihr für so eine große Versammlung von Männern beunruhigend still vor, erst recht, als sie sich dessen bewusst wurde, dass sie sich gerade in der Güldenen Rose befanden, dem Treffpunkt streitsüchtiger, vulgärer, lauter Scharlatane schlechthin. Etwas Knisterndes lag in der Luft. Es schien, als würden alle auf ein überwältigendes Ereignis warten.

Sich noch immer innerhalb der Menge befindend, bemerkte Bria plötzlich, wie Marius ihre Hand wieder fasste und sie zu sich nach vorne zog. Er hatte offenbar eine geeignete Stelle gefunden, um das Geschehnis zu verfolgen. Und so fanden sich die beiden zwischen zwei freundlich wirkenden Zwergen wieder, die gebannt nach vorne blickten. Um die Bartheke herum hatte sich ein Halbkreis an Zuschauern gebildet. An der einen Ecke der Theke stand eine vierköpfige Truppe an menschlichen Lehrlingen. Sie waren alle noch in ihren violetten Lehrlingshemden gekleidet, offensichtlich hatten sie den Weg in die Taverne sofort nach der Beendigung des Unterrichts aufgesucht. Dementsprechend angetrunken sahen sie aus. Ihr Anführer hatte kurze, hellbraune Haare und war für einen Menschen sehr groß gewachsen. Bria kannte ihn nur zu gut. Es war der kühne Durian, den alle Lehrlinge vor allem für seine Streitsucht kannten. Sie mochte ihn nicht, er war arrogant, übertrieben selbstsicher, immer für einen schlagkräftigen Austausch zu haben. Außerdem verspottete er sie regelmäßig aufgrund ihrer Vorliebe für das Schmökern in der Bibliothek. Dennoch hatten alle anderen Lehrlinge und auch Bria eine gesunde Ehrfurcht vor ihm, und das nicht nur aufgrund seiner Statur. Er gehörte unter den Lehrlingen zu den zauberkundigsten und zeigte dies auch immer wieder gerne in seinen Duellen. Viele der dabei von ihm eingesetzten Zaubertechniken überschritten dabei die Verbotsgrenze in Stormwind, weswegen er sich auch häufiger mal vor der Stadtwache rechtfertigen musste.

Breitschultrig stand Durian an der Bartheke, streng auf die andere Ecke der langen Theke blickend. Erst jetzt fiel Bria auf, dass dort noch eine weitere Gestalt stand. Sie war vollständig in einen schwarzen Umhang gehüllt und strahlte eine unfassbare Ruhe aus, die bereits ein Gefühl der Gleichgültigkeit hervorrief. Kein Wunder hatte sie ihn bis gerade eben noch nicht wahrgenommen. War diese Gestalt der Perian, von dem Marius erzählt hatte? Sie drehte sich leicht zu ihm und sah ihn fragend an. Marius verstand sofort und nickte mit einem ernsten Ausdruck. Bria sah nun wieder zu diesem Mann, der vollständig verhüllt war. Nicht einmal seine Haare konnte sie sehen. Ruhig stand er an der Theke, seine Handschuhe berührten ein Glas, in dem eine dunkle Flüssigkeit schwamm. Mit seinen Fingern wippte der Mann das Glas leicht hin und her, als würde er nachdenken. Auf seltsame Art und Weise passte diese nachdenkende Haltung zu ihm. Er strahlte eine so unglaubliche Ruhe aus, dass der Raum und alle anderen sich in diesem Raum befindenden Personen gar nicht hier her zu gehören schienen. So sehr man es auch versuchte, niemand konnte seine Ruhe teilen, angesichts dieser bedrohlichen Szenerie. Und sie schien sich zu verschärfen. Durian bewegte sich langsam auf den Mann mit dem schwarzen Umhang zu.
„Ich biete Euch jetzt ein letztes Mal an, meinen zerbrochenen Metkrug zu entschädigen, Fremder“, drohte er und blieb nun in ausreichender Entfernung vor der Gestalt stehen, als wolle er zunächst eine Antwort abwarten. Dieser reagierte im ersten Moment nicht, sondern blieb weiterhin nachdenklich. Schließlich sprach er mit einer gelassenen Stimme, ohne den Kopf zu Durian zu drehen: „Ich habe Euren Krug nicht zerbrochen.“

Durians Blick schärfte sich. Er drehte sich zu seinen drei Kameraden um und nickte ihnen zu. Daraufhin bewegten sich zwei von ihnen auf den Unbekannten zu. Sie stellten sich jeweils links und rechts hinter ihn. Ohne ein Wort zu sagen, legten sie jeweils eine Hand auf die Schultern des Mannes. Schweigend bewegte dieser seinen unter den Umhang gehüllten Kopf ganz leicht. Plötzlich zuckten beide Lehrlinge zusammen und zogen ihre Hände schlagartig weg. Als sie ihre Hände ansahen, raunte die Menge. Bei genauerem Hinsehen bemerkte Bria erst jetzt, dass eine bläuliche Schicht die steifen Hände der beiden umgab. Gefroren. Voller Entsetzen schüttelten die beiden ihre Hände aus, um sie wieder aufzutauen, und wichen gleichzeitig weiter vor dem Fremden zurück.
Durian verfolgte das Geschehene. Das Staunen in seinem Gesicht wich wenige Augenblicke später einer wachsenden Wut. Er hob gerade seine Hände, um einen Zauber zu weben, als ihn der Fremde unterbrach. „Lasst gut sein, Junge.“ Seine Stimme zeigte nun eindeutig seine Gleichgültigkeit. „Dies wäre kein Duell, aus dem ihr als Sieger hervorgehen könntet.“

Durian unterbrach seinen Zauber, jedoch nur, weil er laut loszulachen begann. „Ihr kennt Durian den Großen nicht einmal und spuckt dennoch große Töne. Mir scheint Eure Überheblichkeit verdient eine angemessene Bestrafung, Fremder!“

„Ich kenne Euch nicht“, sprach der Fremde und trank einen weiteren Schluck aus seinem Glas. „Doch der Umstand Eurer Körpergröße dem gegenübergestellt, dass Ihr am heutigen Werktagsabend euch bereits derart früh in der Güldenen Rose befindet, lässt darauf schließen, dass Ihr euch noch der in Post-Adeptenausbildung befindet. Bestärkt wird diese Vermutung durch Euren vergleichsweise hellen Hautton, Eure faltenfreie Gesichtszüge sowie kratzerfreien Fingernägeln. Ohne Zweifel, die Flammenweberprüfung steht Euch erst noch bevor. Wie Eure weitere Ausbildung sowie Eure eigenständige Geistesentwicklung aussehen wird, kann ich nicht vorhersagen, aber in Eurem jetzigen Stadium seid ihr eindeutig kein Gegner für mich.“

Durians Lachen verstummte. Es wich zunächst einer Erstauntheit über die kühlen Schlussfolgerungen seines Gegenübers und schließlich wütendem Knurren. Er hob wieder die Arme und flüsterte Worte der Macht. Stoßartig streckte er daraufhin einen seiner Arme in Richtung eines leerstehenden Metkruges. Wie von Geisterhand hob sich dieser. Mit einer ruckartigen Wurfbewegung schleuderte Durian den Krug in Richtung des Fremden. Aus den Augenwinkeln konnte er beobachten, wie der Fremde in Ruhe den letzten Tropfen aus seinem Glas trank und sich daraufhin aufrichtete. Einen halben Fuß vor dem Körper des Fremden kam der fliegende Krug plötzlich zum Stillstand, als wäre er gegen eine unsichtbare Wand gestoßen. Mit einem Mal drehte sich der Krug, welcher in der Luft schwebte, und flog seinem ursprünglichen Herren entgegen. Durian erkannte den raschen Richtungswechsel seines Geschosses spät und konnte gerade noch seine Hände hochnehmen, um den Krug aufzufangen. Im gleichen Moment traf ihn ein weiterer Krug von hinten am Hinterkopf. Durch den Angriff überrascht, lies Durian den Krug, den er soeben noch gehalten hatte, fallen und torkelte nach vorne, während weitere leere Krüge auf ihn zu flogen und ihn schwer trafen. Einer traf ihn direkt an der Schläfe, so dass er endgültig zu Boden ging, gefolgt von einem noch halbvollen Krug, welcher seinen Inhalt wie von einer unsichtbaren Hand gehalten über seinem Kopf ergoss. Die letzten Krüge fielen auf den Boden, als der Fremde an den zu Boden gegangenen Durian herantrat, immer noch vollständig eingehüllt und nicht erkennbar. Einige Zuschauer suchten vor Panik das Weite. Durian stützte sich zitternd auf seinem rechten Arm ab und sah den Fremden an. Er merkte, dass an seiner Gesichtsseite warmes Blut herunterlief. Sein Blut. „Was wollt Ihr hier in Stormwind…“

Der Fremde antwortete gelassen: „Gewissheit.“ Auf einmal hob er leicht den Kopf und Bria erkannte, dass er sie ansah. Sie spürte seinen Blick auf sich. Sie meinte für einen kurzen Augenblick seine dunklen Augen erkannt zu haben. „Gewissheit, eingepfercht zwischen weißen Mauern von Dalaran.“ fuhr er fort. Bria runzelte die Stirn. Dalaran? Hatte sich der Fremde versprochen? Als sie noch darüber nachdachte, wandte sich der Fremde von seinem am Boden liegenden Gegner ab und suchte den Ausgang.

„Bastard!“, schrie ihm Durian hinterher. „Elender Bastard!!“
Der Fremde hielt inne. Selbst unter dem schwarzen Umhang konnte man den Zorn spüren, der von ihm Besitz ergriff. Er drehte sich wieder Durian zu. Auf einmal hob er seinen linken Arm, die in gebleichtem dunkelblauen Leder gekleideten Finger spreizend. Plötzlich entwichen sämtliche Schwerter der Beobachtermenge ihren Scheiden. Sie flogen auf den Fremden zu und ordneten sich schließlich um Durian herum in der Luft an, jeweils mit der Spitze bedrohlich auf ihn gerichtet. Durian weitete seine Augen vor Angst. Der Fremde wollte seine Hand gerade zu einer Faust ballen, als plötzlich von außerhalb der Taverne ein Horn ertönte. Die massive Holztür wurde eingeschlagen und große Männer in schwerer Rüstung stürmten das Wirtshaus. Die Stadtwache! Einen kurzen Augenblick war der Fremde abgelenkt. Er lies seine Hand sinken und die Schwerter fielen rings um den liegenden Durian auf den Boden. Schnell fasste sich der Fremde und streckte seine Hand in Richtung des Kaminfeuers. Mit einer Wurfbewegung erhob sich das Feuer im Kamin, als hätte es einen eigenen Willen, und schoss quer durch den Raum. Lodernd traf die riesige Stichflamme einen Holztisch und zerbrach ihn.
Plötzlich ging alles schnell. Die Beobachtermenge löste sich voller Panik vor der eindringenden Stadtwache und dem gelegten Brand in der Taverne auf und zerstreute sich in alle Richtungen. Einige sprangen durch die Fensteröffnungen nach außen, andere wandten sich in einem gemeinsamen Sturm auf den Ausgang an den Wachen vorbei. Auch Bria sah von der plötzlich aufgebrochenen Panik angesteckt um sich herum. Als sie die Gelegenheit erkannte, packte sie Marius am Arm und bewegte sich schnell auf eines der Fenster zu. Mit einem lauten Krachen gingen die beiden zu Boden, als sie aus dem geöffneten Fenster sprangen. Marius hatte sich als erster wieder aufgerichtet und half Bria wieder auf die Beine. Benommen stand sie mit seiner Hilfe auf. „Geht es dir gut, Bria?“ sprach Marius.

„Dalaran …“ stammelte sie. Und mit einem Schlag fiel es ihr ein. „Dalaran! Die Mauern von Dalaran!“ rief sie außer sich. Marius konnte noch gar nicht auf ihre Rufe reagieren, als sie bereits los rannte. Er hatte Mühe, ihr zu folgen. „So warte doch, Bria!“ schrie er, während er sie langsam aufholte. „Was ist in dich gefahren?“
„…eingepfercht zwischen den weißen Mauern von Dalaran.“ antwortete Bria, bereits leicht am schnaufen. „Die Bibliothek von Stormwind! Bei ihrem Bau wurden zu einem gewissen Anteil weiße Mauerblöcke aus Dalaran verwendet. Der Perian, er sprach von Gewissheit, die er zwischen den Mauern von Dalaran suchen wolle. Er will einen Folianten aus der Bibliothek stehlen!“

Ohne Marius´ Antwort abzuwarten wendete sie ihren Blick wieder nach vorne, während sie über die Brücke rannten, die das Magierviertel vom Handelsdistrikt trennte. Es musste ein gewaltiger Aufwand gewesen sein, die Blöcke aus den Stadtmauern Dalarans nach Stormwind zu schaffen. All diese Mühe, nur weil die alten Steinmetze und Bibliothekare sich von diesen Steinen aus der Magierstadt eine gesegnete Wirkung auf die Folianten versprachen. Bria hielt dies allerdings schon immer für einen dummen Aberglauben. Stattdessen dachte sie eher daran, dass der Transfer der Mauerstücke eine symbolische Bedeutung hatte, da er das Band zwischen Lordaeron und Stormwind stärkte.

Als die beiden die Bibliothek endlich erreichten, schwang sich Bria sofort intuitiv die Treppe hinauf. Aus irgendeinem Grund vermutete sie den Fremden dort oben, bei den alten Werken. Marius folgte ihr still. Oben angelangt deutete Bria ihm mit einem Finger darauf, sich leise zu verhalten. Mit einer weiteren Handbewegung forderte sie, dass die beiden sich nach beiden Seiten aufteilen und die Regale entlang suchen. Marius nickte und tat wie befohlen. Bria ging nun in die andere Richtung und schlich an dem ersten großen Regal entlang und lugte langsam mit dem Kopf auf der anderen Seite hervor. Niemand. Auch hinter dem zweiten Regal wurde sie nicht fündig. Als sie sich gerade dem dritten Regal in der Reihe näherte, hörte sie plötzlich einen lauten Aufschrei.

Marius!

Einen kurzen Moment später hörte sie ein lautes dumpfes Krachen von massivem Holz an massivem Holz und das Geräusch hunderter zu Boden fallender Bücher. Schnell rannte sie in die Mitte des Raums und den Geräuschen hinterher. Eines der großen Regale wurde umgestoßen und traf auf das Regal dahinter, welches ebenfalls umfiel und nun an der Wand lehnte. Sämtliche Bücher aus beiden Regalen waren herausgefallen und begruben Marius unter sich. Bria wollte gerade zu ihm eilen, als sie am Ende des Gangs den Fremden in dem schwarzen Umhang aus der Taverne wiedererkannte. Er hatte sie ebenfalls gerade gesehen und erkannte, dass sie zwischen ihm und der Treppe zum Ausgang stand. Ruhig blieb er stehen, in seiner linken Hand hielt er einen Folianten, welcher in dunkelbraunem Leder eingebunden war. Die Augen des Fremden lagen noch immer im Schatten, doch durch die seitlichen Fackeln konnte man seine untere Gesichtshälfte sehen. Zudem waren durch seinen Kraftakt, das Regal umzustoßen, einige Haarsträhnen über das Gesicht geraten, deren Spitzen nun sichtbar wurden. Bria erkannte trotz der Entfernung, dass sie schwarz waren.

„Wer seid Ihr? Was wollt ihr hier?“ rief Bria mit der bedrohlichsten Stimme, die ihr möglich war. Zunächst glaubte sie, der Fremde hätte sie nicht verstanden. Doch schließlich antwortete er.

„Das muss Euch nicht interessieren. Geht zur Seite, junge Dame.“ Er hielt inne und musterte sie. Sie spürte seine Blicke auf sich. Sein Blick, den sie noch nicht einmal sehen konnte, fröstelte sie.

„Ich kann Euer Zittern spüren. Ihr wisst, dass ich euch töten würde, um vorbei zu kommen.“

Brias Zittern wurde stärker. Doch sie blieb standhaft. „Ich werde nicht zulassen, dass Ihr den Folianten stehlt.“ Sie zeigte auf den Gegenstand in der Hand des Fremden.

„Stehlen?“ antwortete der Fremde und lachte dabei leise. „Dieser Foliant ist nicht von hier.“

„Ihr lügt. Sämtliche Folianten in dieser Bibliothek sind das geistige Eigentum Stormwinds.“

„Sämtliche außer diesem hier.“

Bria stutzte ungläubig. Wieso sollte der Foliant nicht aus dieser Bibliothek sein? Obwohl sie ihm nie viel Beachtung geschenkt hatte, war sie sich sicher, den Einband immer mal wieder gesichtet zu haben. Es war unmöglich, dass ein Foliant, welcher nicht in dieser Bibliothek archiviert war, für so lange Zeit unentdeckt bleiben sollte. Der Fremde musste lügen. Doch inzwischen dürfte es sowieso gleichgültig sein, was er behauptete.

„Ihr werdet damit ohnehin nicht weit kommen“, sprach sie gelassen, „inzwischen dürfte die gesamte Stadtwache Stormwinds alarmiert sein und die Tore geschlossen haben. Ihr sitzt fest, Fremder!“

Der Fremde verhielt sich weiterhin ruhig und gelassen. In gewisser Weise strahlte er sogar Siegessicherheit aus. Er lachte wieder leise.

„Ganz im Gegenteil, junge Dame. Ob Ihr es glaubt oder nicht, die Stadtwache selbst wird mir die Tore in die Freiheit öffnen.“

Ein weiteres Mal stutzte Bria. Der Fremde redete offensichtlich wirres Zeug. Er konnte unmöglich…

Die Unterhaltung wurde durch ein Rascheln an der Seite unterbrochen. Beide blickten in die Richtung der Geräuschquelle. Unter den umgestürzten Büchern und Blättern kam Marius benommen hervor. Bria wollte die Ablenkung des Fremden ausnutzen und flüsterte die Worte für einen Arkanschlag. Doch der Fremde war ihr voraus. Mit einer Handbewegung, als würde er eine Spielkarte nach dem schiefen Holzregal über Marius schleudern, erzeugte er einen leichten Windschlag, der das Regal komplett zum Einsturz brachte. Als Bria dies erkannte, brach sie ihren Zauber ab und rannte schnell zum einstürzenden Regal, welches drohte, Marius zu erschlagen. Mit beiden Händen fing sie das Regal auf. Es war zu schwer. Sie stemmte ihre gesamte Kraft in beide Arme und konnte das Regal gerade so festhalten. Schnell kroch Marius an der Seite unter der Regal hervor, bevor Bria die Kraft verließ und sie das massive Holz fallen lies. Sofort drehte sie sich wieder um, doch der Fremde war verschwunden.
3.9.14 01:32


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